18.08.2026 - Tagesausflug ins Taubertal

Pünktlich saßen alle 36 Teilnehmer der Tagesfahrt freudig erwartend und gespannt im gut klimatisierten Reisebus mit einem versierten orts- und städtekundigen Fahrer. Herr Schild begrüßte alle und stimmte auf das Tagesprogramm ein. Nach einer angenehmen Fahrt erreichten wir unser erstes Ziel: Kloster Bronnbach. Zunächst konnten die Teilnehmer im Biergarten einen kleinen Imbiss zu sich nehmen, um dann konzentriert dem Führer Herrn Lindner durch die Klosteranlage lauschen zu können, der über die Geschichte der Zisterzienser und über das Kloster Bronnbach berichtete. Kloster Bronnbach entstand Mitte des 12. Jh., als Niederadlige aus dem Taubergebiet und dem angrenzenden Odenwald Grundbesitz, das „castrum Brunnebach“, dem Zisterzienserorden als Fundus für eine Klostergründung übergaben. Wir wurden in den prunkvollen Josephssaal, den Kreuzgang und die Kloster- Kirche geführt. Der lichte, an 3 Seiten befensterte Josephsssaal, diente als Empfangs- und Festsaal des Klosters. Erbaut wurde er Mitte des 18. Jh., zu einer Zeit, in der im Kloster viel Geld vorhanden war. Markantes Gebäude der mittelalterlichen Klosteranlage ist die 1222 fertig gestellte Kirche, die der vom Zisterzienserorden besonders verehrten Gottesmutter Maria geweiht ist und dessen Fest an diesem Tage feierlich begangen wurde.
Unser nächstes Ziel war die Stiftskirche in Wertheim, wo uns der dortige Organist und Kirchenkantor Professor Klomp empfing. Er erläuterte in Kurzform, wie eine Orgel funktioniert, spielte verschiedene Klangfarben dieser Orgel an und ließ ein Stück von J.S. Bach und ein Stück aus der Romantik erklingen, bei dem alle Facetten der Orgel zu erkennen waren. Die Orgel wurde 1982 von der Firma Richard Rensch erbaut und 2025 durch Mühleisen Orgelbau (Leonberg) renoviert und erweitert. Heute ist sie ein einzigartiges Instrument für die Gemeinde und die Kirchenmusik.
Geistig gestärkt ging es durch die Fußgängerzone in Wertheim zum Burgbähnle, das uns hoch zur Burg Wertheim transportierte. Diese Burg war einst Sitz der Grafen von Wertheim (15. – 17. Jh.) mit einem tiefen Schluchtgraben und umfangreichen Wehranlagen. Heute ist die Burg im Besitz der Stadt Wertheim und bietet eine reizvolle Kulisse für kulturelle Veranstaltungen.
Nach einer kurzen Zeit zum Shoppen, Kaffeetrinken und Eisessen, fuhren wir nach Weibersbrunn in das Hotel Jägerhof, umgeben von Wiesen und endlosen Mischwäldern des Spessarts, wo wir gemeinsam zu Abend gegessen haben. In einem liebevollen dekorierten Raum nur für unsere Gruppe genossen wir kulinarische Köstlichkeiten der regionalen und mehrfach ausgezeichneten Küche des Hauses, die uns von einem sehr freundlichen ,netten, und versierten Personal serviert wurden.
Großer Dank gebührt dem Organisator Herrn Gerd-Peter Schild und dem Team des Vorstandes für den gelungenen Tagesausflug.
Froh gelaunt kamen wir um 20.30 Uhr wieder in Groß-Winternheim an.
